Westbindung 1955 – Die politische Koordinatenverschiebung

27. Oktober 2009

Referent: Prof. Dr. Michael Kißener
Historisches Seminar, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

 

Die "Westbindung" gilt als eine der entscheidenden Weichenstellungen in der Geschichte der frühen Bundesrepublik, die eng mit dem ersten Bundeskanzler Konrad Adenauer verbunden ist. Ihre grundlegende Bedeutung lässt sich nur vor dem Hintergrund der Orientierungen deutscher Außenpolitik im 19. und 20. Jahrhundert ermessen. Der Vortrag wird deshalb zunächst den historischen Standort der Entscheidung zur "Westbindung" beleuchten, bevor Entstehung und Hintergründe sowie die bis in unsere Gegenwart reichenden Folgewirkungen thematisiert werden. Beachtung schenkt Professor Dr. Michael Kißener auch der Diskussion der "Westbindung" im föderalen Gefüge der jungen Bundesrepublik.

 

 

 

 

Literaturhinweise:
  • Heiner Timmermann:
    Adenauers Westbindung und die Anfänge der europäischen Einigung (pdf)
    (Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. 2009)
  • Frank Schumacher:
    Kalter Krieg und Propaganda. Die USA, der Kampf um die Weltmeinung und die ideelle Westbindung der Bundesrepublik Deutschland, 1945-1955
    (Trier: Wissenschaftlicher Verlag 2000)
  • Rainer Zitelmann, Karlheinz Weißmann, Michael Großheim:
    Westbindung: Chancen und Risiken für Deutschland
    (Berlin: Propyläen 1993)