Wiedervereinigung 1989/90 – Deutsche Revolution und internationale Ordnung

19. Januar 2010

Referent: Prof. Dr. Andreas Rödder, Mainz

 

1989/90 ging mit dem Zusammenbruch des sowjetischen Imperiums eine weltgeschichtliche Epoche zu Ende: die Ära des Ost-West-Konflikts, der die Welt seit dem Zweiten Weltkrieg beherrscht hatte. Erst dieser Umbruch machte den Sturz des SED-Regimes und die Wiedervereinigung Deutschlands möglich. Die deutsche Frage, die über Jahrzehnte in den Hintergrund gerückt war, stand urplötzlich wieder auf der weltpolitischen Tagesordnung und wurde auf eine Weise gelöst, wie es seit dem 19. Jahrhundert nicht möglich gewesen war. Wie es zur "deutschen Revolution" von 1989/90 kam, worin ihre Besonderheiten, ihre historische Bedeutung und ihre Folgen lagen, wird an diesem Abend erörtert.

 

 

 

 

Literaturhinweise:

 

  • Dossier "Deutsche Teilung - Deutsche Einheit" der Bundeszentrale für politische Bildung
  • Andreas Rödder:
    Deutschland einig Vaterland: die Geschichte der Wiedervereinigung
    (München: C.H. Beck 2009)
  • Helmut Caspar:
    Deutschland 1989: ein Jahr, das unser Land veränderte
    (Petersberg: Imhof 2009)
  • Jens Schöne:
    Die friedliche Revolution: Berlin 1989/90 - der Weg zur deutschen Einheit
    (Berlin: Berlin-Story-Verlag 2008)