UNIVERSITÄT IM RATHAUS EXTRA

Wiedervereinigung 1989/1990 – Deutsche Revolution und internationale Ordnung

12. Januar 2010

Referent: Univ.-Prof. Dr. Andreas Rödder, Mainz

Schon den Zeitgenossen war klar: 1989/90 ging mit dem Zusammenbruch des sowjetischen Imperiums eine weltgeschichtliche Epoche zu Ende: die Ära des Ost-West-Konflikts, der die Welt seit dem Zweiten Weltkrieg beherrscht hatte. Erst dieser Umbruch machte den Sturz des SED-Regimes und die Wiedervereinigung Deutschlands möglich. Die deutsche Frage, die über Jahrzehnte in den Hintergrund gerückt war, stand urplötzlich wieder auf der weltpolitischen Tagesordnung und wurde auf eine Weise gelöst, wie es seit dem 19. Jahrhundert nicht möglich gewesen war.

Wie es zur "deutschen Revolution" von 1989/90 kam, worin ihre Besonderheiten, ihre historische Bedeutung und ihre Folgen lagen, erörtert Univ.-Prof. Dr. Andreas Rödder vom Historischen Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz an diesem Abend im Bürgersaal der Stadt Germersheim.