Das Mainzer Becken im Tertiär

9. November 2010

Referentin: Prof. Dr. Bettina Reichenbacher
Department für Geo- und Umweltwissenschaften - Paläontologie & Geobiologie, Ludwig-Maximilians-Universität München

Zur Zeit des Tertiärs war das Gebiet des Mainzer Beckens zweimal von einer großen Meeres-Überflutung betroffen – das erste Mal vor 33 Millionen Jahren, das zweite Mal vor 23 Millionen Jahren. Beide Überflutungen resultierten aus einem weltweiten Anstieg des Meeresspiegels sowie aus einer starken Absenkung des Oberrheingrabens. Die Fossilien der Land- und Meerestiere jener Zeit – neben einer Vielzahl an Säugetieren und Haien, Rochen und Knochenfischen auch zahlreiche Muscheln und Schnecken sowie Kleinkrebse und Planktonorganismen – sind bis heute in den großen Kalksteinbrüchen bei Mainz, Wiesbaden und Rüssingen sowie in den Sandgruben rund um Alzey und Weinheim zu finden. Der Fossilreichtum des Mainzer Beckens hat dieses weit über die Region hinaus berühmt gemacht und sorgt bis heute für großes wissenschaftliches Interesse. Prof. Dr. Bettina Reichenbacher erläutert in ihrem Vortrag, mit welchen Methoden die Wissenschaftler der wechselvollen Geschichte des Mainzer Beckens nachspüren und wie auch heute noch neue Erkenntnisse erzielt werden können.

 

Der Eintritt ist frei. Anmeldung nicht erforderlich.
Beginn: 20 Uhr
Ort: Rathaus der Landeshauptstadt Mainz, Ratssaal