Wie man in Mainz im Mittelalter gesprochen hat

18. Januar 2011

Referent: Dr. Rudolf Steffens
Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V. /
Deutsches Institut, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Mainz liegt inmitten der rheinfränkisch-hessischen Sprachlandschaft. Hier sagt man Peffer, Appel und Kopp statt hochsprachlich Pfeffer, Apfel und Kopf. Wie weit können wir die Eigenheiten der Mainzer Sprache zurückverfolgen? Tausende von Urkunden und zahlreiche Güterverzeichnisse der Klöster und Stifte sowie des Heiliggeist-Spitals geben einen Einblick in die Sprachsituation im 14. und 15. Jahrhundert. Sie enthalten zudem Tausende von Personennamen.

Dr. Rudolf Steffens geht der Frage nach, welche Namen in Mainz gebräuchlich waren und seit wann es hier Familiennamen gibt. Zudem stellt er die "Mainzer Friedgebote", die Rechtsatzungen des Stadtrats seit dem Jahre 1300, vor und präsentiert das älteste deutschsprachige Textdokument aus Mainz: die "Mainzer Beichte" aus dem 10. Jahrhundert.

 

Der Eintritt ist frei. Anmeldung nicht erforderlich.
Beginn: 20 Uhr
Ort: Rathaus der Landeshauptstadt Mainz, Ratssaal