Der "Andere" bei Martin Buber und Emmanuel Lévinas

22. Januar 2013

Referent: Prof. Dr. Michael Tilly
Fakultät für Evangelische Theologie, Eberhard Karls Universität Tübingen

Während sich im Werk des Philosophen und Pädagogen Martin Buber (1875-1965) die Erschütterung des modernen Vernunftoptimismus im frühen 20. Jahrhundert widerspiegelt, sind die Schriften des litauisch-französischen Philosophen und Talmudgelehrten Emmanuel Lévinas (1906-1995) geprägt von der katastrophalen geschichtlichen Erfahrung der Schoa. Die beiden jüdischen Denker entwickeln eine eigenständige philosophische Anthropologie, als deren wesentliches Merkmal das Verhältnis des Individuums zum Mitmenschen gilt. Der Vortrag skizziert die unterschiedliche Bedeutung des "Anderen" bei Buber und Lévinas und fragt zugleich nach ihren jeweiligen Ursachen und Konsequenzen.

 

Moderation:
* Prof. Dr. Mechthild Dreyer, Vizepräsidentin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Der Eintritt ist frei. Anmeldung nicht erforderlich.
Beginn: 20 Uhr
Ort: Rathaus der Landeshauptstadt Mainz, Ratssaal