Mein Leben in Deutschland vor und nach dem 30. Januar 1933 - Autobiographische Aufzeichnungen jüdischer Emigrantinnen und Emigranten

20. November 2012

Referent: Prof. Dr. Detlef Garz
Institut für Erziehungswissenschaft, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Es gibt nur wenige Dokumente, aus denen das Geschehen und die Erlebnisse jüdischer Emigranten, die Deutschland in der Zeit des Nationalsozialismus verlassen mussten, in einer zeitnahen Weise hervorgehen, die also erfahrungsnah verfasst wurden. Zu diesen wenigen Texten gehören autobiographische Aufzeichnungen, die in den Jahren 1939 und 1940 für ein "wissenschaftliches Preisausschreiben" der Harvard Universität verfasst wurden. Mehr als 200 Personen, die aus Deutschland und Österreich in die USA, aber auch nach England, Shanghai, Palästina oder in die Schweiz emigrieren konnten, haben über ihr Leben in Deutschland, über die Ausreise bzw. Flucht sowie über den (versuchten) Neuanfang in zum Teil sehr ausführlichen Erzählungen von 100 Seiten und mehr Zeugnis gelegt. Sie berichten über das Alltägliche und das Außergewöhnliche, über Unterstützung, aber eben auch über Verfolgung und Unterdrückung.

In diesem Vortrag soll einerseits das wissenschaftliche Projekt der Harvard Universität vorgestellt werden, andererseits sollen die Stimmen der Verfolgten zu ihrem Recht kommen.

 

Moderation:
* Prof. Dr. Dieter Lamping, Fachbereich 05 - Philosophie und Philologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Der Eintritt ist frei. Anmeldung nicht erforderlich.
Beginn: 20 Uhr
Ort: Rathaus der Landeshauptstadt Mainz, Hörsaal


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