"Die Schlacht am Ulai-Fluss" – ein bildliches und politisches Manifest

11. Februar 2014

Referent: PD Dr. Dirk Wicke
Vorderasiatische Archäologie

Als der assyrische König Assurbanipal im Jahr 653 v.Chr. in der Schlacht am Ulai-Fluss im heutigen Südwestiran den elamischen König Te'umman besiegt, ist dies historisch gesehen zunächst der Anfang vom Ende des neuelamischen Reiches. Berühmtheit erlangte dieses Ereignis aber vor allem dank der monumentalen Darstellung des Kriegszugs als mehrteiliger Reliefzyklus in Assurbanipals Palast in Ninive (Nordirak). Die Großkomposition illustriert nicht nur das Geschehen (Vorbereitung zum Feldzug, Schlacht, Siegesmoment, Rückkehr, Triumph), sondern kommentiert sogar einzelne Szenen mit Bildbeischriften. In detaillierten Momentaufnahmen wird das Schicksal Te'ummans gezeigt, der es gewagt hatte, gegen den assyrischen König zu intrigieren. Das vielgestaltige Bildwerk wird so nicht nur zu einer Demonstration assyrischer Macht und assyrischen Kriegswesens, sondern gleichzeitig auch eine bildliche Warnung an alle potenziellen Feinde.

Der Eintritt ist frei. Anmeldung nicht erforderlich.
Beginn: 20 Uhr
Ort: Rathaus der Landeshauptstadt Mainz, Ratssaal