Luft und Kraft für ein neues Leben: Fortschritte in der Transplantationsmedizin

10. Februar 2015

Referenten:
Prof. Dr. Hauke Lang, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie
Prof. Dr. Christian-Friedrich Vahl, Klinik und Poliklinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie

 

Lungen- und Herzkrankheiten sind häufig lebensbedrohlich und können tiefe Einschnitte in das Leben der Betroffenen bedeuten. Die Transplantationsmedizin kann diese Bedrohungen verhindern und den Patienten eine Rückkehr in ihren Alltag ermöglichen. Dennoch sind gerade die Lungen- und die Herztransplantation zu nahezu tragischen Beispielen dafür geworden, wie ein erfolgreiches Therapiekonzept der Universitätsmedizin nur einen Teil der Menschen erreicht, die es dringend brauchen.

Prof. Dr. Christian-Friedrich Vahl wird die Krankheiten, die eine Transplantation des Herzens und/oder der Lunge erfordern, veranschaulichen, die chirurgisch-technischen Aspekte der Transplantation mit geeignetem Bildmaterial darstellen und über die heute erzielten Ergebnisse aufklären. Er wird aber auch auf die gesellschaftlichen Ursachen eingehen, aufgrund derer das exzellente Therapieangebot nur in geringem Umfang die Betroffenen erreicht.

In einem weiteren Vortrag wird Prof. Dr. Hauke Lang schildern, dass die Lebertransplantation bei vielen Erkrankungen nicht nur die beste, sondern auch die einzige Therapiemöglichkeit darstellt. Denn die Leberfunktionen können weder medikamentös noch technisch vollständig ersetzt werden. Beispiel hierfür sind die Leberzirrhose, primäre Lebertumoren oder auch akutes Leberversagen, bei dem die Leberfunktion ohne Vorschädigung der Leber innerhalb weniger Tage nahezu komplett ausfällt.

Längst hat sich die Lebertransplantation zu einem klinischen Routineverfahren entwickelt. Mit wachsendem Erfolg wird die Lebertransplantation immer häufiger eingesetzt, sodass die Organverfügbarkeit zunehmend zum limitierenden Faktor wird. Innovative chirurgische Konzepte, wie die Leberlebendspende oder die Splitlebertransplantation, bei der eine Leber geteilt und in zwei Empfänger transplantiert wird, versuchen, dem Organmangel zu begegnen.

Der Eintritt ist frei. Anmeldung nicht erforderlich.
Beginn: 20 Uhr
Ort: Rathaus der Landeshauptstadt Mainz, Ratssaal