Vegetation: Ein Global-Player im Klimageschehen

6. Dezember 2016

Referent:
Prof. Dr. Jürgen Kesselmeier, Max-Planck-Institut für Chemie

 
"Zu fällen einen schönen Baum, braucht's eine halbe Stunde kaum. Zu wachsen, bis man ihn bewundert, braucht er – bedenk es – ein Jahrhundert."
(Eugen Roth)

 

Anfügen sollte man, dass auch die Vernichtung eines Waldes in sehr kurzer Zeit geschehen kann. Können wir das zulassen, ohne die Auswirkungen zu berücksichtigen oder ohne sie überhaupt zu verstehen? Die Vegetation beeinflusst die Atmosphäre und den Wasserkreislauf. Mit der "Erfindung" der Fotosynthese und der damit verbundenen Freisetzung von Sauerstoff vor mehr als 3,5 Milliarden Jahren entstand eine Umgebung, die das Leben auf der Erde geprägt hat.

Die Fixierung von Kohlenstoff in Form von CO2 durch Pflanzen trägt zur Regulation der atmosphärischen Konzentration dieses Treibhausgases und damit zur Erhaltung einer lebensfreundlichen Temperatur bei. Die Transpiration von Wasser kühlt die Atmosphäre und ist ein wesentlicher Bestandteil des Wasserkreislaufes. Zudem gibt es eine riesige Anzahl von Spurengasen aus Pflanzen, die die Chemie und Physik der Atmosphäre beeinflussen. Sie verändern die Oxidationskraft der Atmosphäre und bilden Aerosolpartikel, die wiederum zur Wolkenbildung und zum Strahlungshaushalt der Erde beitragen.

 

Der Eintritt ist frei. Anmeldung nicht erforderlich.
Beginn: 20 Uhr
Ort: Rathaus der Landeshauptstadt Mainz, Ratssaal